Stonewall was a riot – Demo in Kassel zum Gedenken an die Aufstände in der Christopher Street

15.06.2018 | 
Jannik Zimmermann |

Die Nacht des 27. Juni 1969.

Homosexuelle und trans* Personen widersetzten sich zum ersten Mal einer Razzia der Polizei im „Stonewall Inn“, einer beliebten Bar in der Christopher Street in New York City. Fünf weitere gewaltsame Tage der Auseinandersetzung mit der Polizei folgten. Diese markierten gleichzeitig den Beginn einer der größten Emanzipationsbewegungen.

Kurze Zeit nach dem „Stonewall-Aufstand“ kamen Menschen unterschiedlicher prekärer Hintergründe und Lebensweisen zusammen, um mehr Rechte und Akzeptanz einzufordern. Arbeitende, Obdachlose, Sexarbeitende, Drags und People of Color kämpften gemeinsam gegen die Unterdrückung und schafften es so Veränderungen für die bisher misslichen Umstände für LSBT* in den USA anzustoßen. Eine Vielzahl von Medien widmeten sich dem Thema und gaben so trans* und homosexuellen Personen ein Gesicht in der Öffentlichkeit.

Auch heute noch organisieren sich weltweit Menschen um für Gleichberechtigung und Akzeptanz zu kämpfen, so auch die Menschen in Kassel.

Unter anderem HESSEN IST GEIL!, die AIDS-Kassel, das autonome SchwuLesBiTrans*Queer+ Referat Kassel und der Infoladen …an der Halitstraße rufen dazu auf den 27. Juni 2018 zum Anlass nehmen, um gemeinsam den vergangen Aufständen in New York mit einem Demozug durch die Stadt zu gedenken.
Denn auch heutzutage sind homosexuelle und trans* Personen Stigmatisierung und Gewalt ausgesetzt. Nur durch solidarische Bündnisse können wir diesen etwas entgegen setzen!

Treffen: Mittwoch, 27. Juni 2018, um 18:15 Uhr am Bebelplatz, Kassel
Verlauf des Demozuges: Bebelplatz → Friedrich-Ebert-Straße → Fünffensterstraße → Frankfurterstraße → Friedrichtsplatz → Opernplatz
Abschlusskundgebung: ca. 20 Uhr am Opernplatz

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GEILES SOMMERCAMP!

12.06.2018 | 
Björn Beck |

In diesem Jahr wird es zum ersten Mal ein HESSEN IST GEIL!-SommerCamp geben. Wir werden gemeinsam grillen, in Workshops arbeiten und lernen und auch feiern.

Wenn Du Interesse hast, merke Dir den Termin bereits vor, denn die Plätze sind begrenzt.

17. bis 19. August 2018 in Taunusstein.

Es wird Workshops zu Coming Out, Diskriminierung in Sprache (und wie man es anders machen kann), Poetry Slamming und Geschichten schreiben, Safer Sex 3.0 und einen Drag-Workshop geben. Vielleicht sogar noch mehr.

Das Programm und die Anmelde-Formulare findet ihr in Kürze hier auf der Seite.

Für die Teilnahme erheben wir einen Unkostenbeitrag von 30€ (für die Verpflegung), erstatten dafür aber anfallende Fahrtkosten.

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Wir suchen Verstärkung!

25.05.2018 | 
Florian Beger |

Seit 2017 kümmern wir von der AIDS-Hilfe Hessen und den lokalen AIDS-Hilfen im ganzen Land uns um queere Geflüchtete, die aufgrund Verfolgung ihrer sexuellen Identität im Herkunftsland nach Deutschland geflohen sind.

Dazu haben wir ein Beratungsnetzwerk, den RAINBOW REFUGEE SUPPORT gegründet.

Für das Projekt suchen wir gerade eine*n engagierte*n neue*n Koordinator*in. Eine spannende, herausfordernde Aufgabe. Falls Du Dich dafür interessierst, schau Dir doch einmal die Stellenausschreibung auf der Webseite der AIDS-Hilfe Hessen an. Bewerbungsfrist ist schon der 8. Juni.

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LGBT* – Life gets better together

15.05.2018 | 
Björn Beck |
Solidarität und Akzeptanz sind die bindenden Kräfte einer offenen, lebendigen und gut funktionierenden
Gesellschaft – nicht nur im Großen, sondern gerade auch im Kleinen.
Im Oktober wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt und auch hier stellen sich reaktionäre Kräfte zur Wahl, die gegen mehr Sichtbarkeit von LGBT*IQ, gegen Akzeptanz von Vielfalt und Lebensweisenakzeptanz arbeiten. Die Kampagne „LGBT* – Life gets better together“ soll auf Plakaten, mit Anzeigen und in den Sozialen Medien ab dem Sommer bis zur Landtagswahl für Akzeptanz und Sichtbarkeit von LGBT*IQ in der Gesellschaft werben.
 
Gemeinsam wollen wir ein Zeichen für mehr Zusammenhalt und Wertschätzung in den Communities und der Gesellschaft setzen. Deshalb laden wir Dich ein, Teil einer hessenweiten Kampagne für mehr Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt in der Gesellschaft und in unseren Communities zu werden – und mit deinem Portrait und Statement ein klares Bekenntnis dafür abzugeben.
 
Um eine möglichst große Auswahl an unterschiedlichsten Gesichtern und Typen aus der Community zu generieren, findet im Rahmen des IDAHOBIT 2018 zwischen 15 und 20 Uhr im „HESSEN IST GEIL!“-Pavillon auf der Hauptwache in Frankfurt ein Casting bzw. Auswahl-Shooting statt.
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Lesung zum IDAHOBIT: „Capriolen – die Männerfreundschaften des letzten hessischen Großherzogs Ernst Ludwig“

30.04.2018 | 
Holger Kleinert |
Großherzog Ernst Ludwig

„Capriolen“ – Lesung mit Barbara Hauck

Am 18.5.2018 um 19 Uhr

Rathaus Gießen, Kleiner Pausenraum

Berliner Platz 1, 35390 Gießen

 

Angesichts des diesjährigen IDAHOBIT* liest Barbara Hauck aus ihrem jüngsten Buch „Capriolen“. Darin beleuchtet sie anhand des letzten hessischen Großherzogs Ernst Ludwig (1868-1937) die Homosexualität unter dem unseligen § 175, der erst 1994 abgeschafft wurde, und wie die betroffene Oberschicht damit umging.

Auch wenn es gefährlich war, offen mit Homosexualität umzugehen, so fanden zu mindestens die Reichen ihre Mittel und Wege damit umzugehen. Zum einen benutzten sie ihr Personal und konnten darauf hoffen, dass dicht gehalten wird. Zum anderen konnten sie es sich leisten in andere Länder zu reisen, wo sie ihrer Lust frönen konnten. Was heute Gran Canaria,  Ibiza und Mykonos für den Schwulen Mann ist, war zu Ernst Ludwigs Zeiten die Insel Capri.

Barbara Hauck, eine Expertin für hessische Geschichte, versteht es hervorragend aus alten Aufzeichnungen und Tagebüchern einen Blick auf die erotischen Männerfreundschaften Ernst Ludwigs zu werfen: So schrieb er als 18-jähriger ein Gedicht über seinen geliebten Regimentskameraden Alexander von Frankenberg und Ludwigsdorf:

„Du weißt es nicht, wie ich dich liebe,

und wissend, würdest du‘s glauben nicht,

dass in mir wären solche Triebe,

wovon zu sprechen ich wage nicht.“

 

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