IDAHOT 2017 – Ein Fest der Vielfalt auf der Zeil

22.05.2017 | 
Björn Beck |

Zum diesjährigen „Internationalen Tag gegen Homophobie und Transfeindlichkeit“ (kurz: IDAHOT) veranstaltete die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. zum 17. Mai 2017 unter Leitung von Christian Gaa, neugewählter AIDS-Hilfe Vorstand, einen Markt der Vielfalt mitten auf der Frankfurter Zeil, der durch verschiedenste Aktionen die Diversität der menschlichen Identität(en) aufzeigen sollte.

Es herrschte ein buntes Treiben rund um Thema „Vielfalt in der Community“. Dem Organisator ging es vor allem darum, das Unsichtbare sichtbar zu machen und klar zu thematisieren, dass Stigmatisierung und Diskriminierung von LGBT*IQs immer noch Alltag seien. So war es Passant*innen mitten auf der Zeil möglich, ihr Interesse nicht nur durch Vorträge zu stillen, denn gerade das offene Gespräch zu Mitgliedern der Community konnte gesucht werden. Diese spontane Wissbegier eröffnete dabei einen Raum, der es ermöglichte, ungehemmt und vorurteilsfrei miteinander übereinander reden zu können. Die Erfahrungen waren dabei durchweg positiv: „Menschen mit unterschiedlichsten Weltbildern sind aufeinander getroffen und konnten sich so über sich selbst, die Anderen und ihr Tun und Denken austauschen“, so Christian Gaa. Ferner gibt Gaa an, dass künftig die Errichtung eines Kompetenzzentrums geplant sei, welches sich als Schutzraum mit Beratungsangeboten zu Identitätsfragen an die Bedürfnisse von LGBT*IQs richte.

Der politische Rahmen des Programms bestand neben dem offenen Austausch und Vorträgen noch aus einer Fotoaktion auf der Hauptwache, welche die „Menschenkette der Solidarität“ in Form einer AIDS-Schleife abbildete. Abschließend wurde noch ein Demo-Umzug zum russischen Konsulat begangen, der ein Zeichen gegen die Verfolgung und Ermordung schwuler Männer in Tschetschenien setzen sollte.

Durch die tatkräftige Unterstützung der Regenbogen-Boys, den Love Rebels und den vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen konnte an diesem sonnig-heißen 17. Mai die Vielfalt des Regenbogens (auch ohne Regen) auf der Frankfurter Zeil strahlen. Selten habe man ein so angenehmes Gefühl der Geborgenheit mitten auf der Zeil erlebt, wie zu diesem internationalen Tag, der sich dort nicht nur gegen die Anfeindung und Ausgrenzung von Anders sein richtete, sondern gerade die real präsente Vielfalt und die Verschiedenartigkeit unserer Gesellschaft feierte.

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IDAHOBIT* Mittelhessen

11.05.2017 | 
Holger Kleinert |

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*-, und Interfeindlichkeit (früher: Internationaler Tag gegen Homophobie) steht mit dem 17. Mai unmittelbar vor der Tür. Das Datum erinnert an die Entpathologisierung von homosexuellen Menschen durch die Streichung von Homosexualität aus dem Internationalen Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahre 1990. Seit 2005 wird der IDAHOBIT* an vielen Orten der Welt als Aktionstag begangen.

Die Communities in Mittelhessen begehen LGBT*I-Events schon seit einigen Jahren als regionale Kooperationen. Der CSD Mittelhessen ist dafür nur ein Beispiel von vielen.

In diesem Jahr hat sich ein breites Bündnis von Communityverbänden und Unterstützer*innen in Mittelhessen zusammengefunden um den Aktionstag in Marburg zu begleiten und zu verbringen.

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Homo- Bi- Inter- und Trans*feindlichkeit veranstaltet das Autonome Schwulenreferat im AStA Marburg, Vertretungsinstitution und Schutzraum für schwule und bisexuelle Studenten in der Student*innenschaft der Uni Marburg, einen Infostand von 12:00 – 14:00 Uhr in der Mensa am Erlenring.

Von 17:30 – 19:00 Uhr findet eine Kundgebung auf dem Marktplatz statt. Der Marktplatz wird anlässlich des IDAHOBIT* durch die Universitätsstadt Marburg beflaggt. Zudem wird es eine Luftballonaktion geben. Hierfür sei dem Gleichberechtigungsreferat der Universitätsstadt Marburg gedankt. Ich möchte auch auf den kurzen Aufruf zur Kundgebung hinweisen:

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IDAHOBIT* in Hessen: „VIELFALT IST GEIL!“

11.05.2017 | 
Björn Beck |

Der IDAHOBIT* (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Trans*phobie) ist fester Bestandteil der Community und wir demonstrieren, ähnlich wie bei den Christopher-Street-Day-Demos gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*Personen, Intersexuelle, Queers und alle, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen.

Wir leihen ja selten bei anderen, aber das „Rheinische Grundgesetz“ bringt die Unterschiedlichkeit aller Menschen sehr schön auf den Punkt: „Jede Jeck is anners!“. Jeder Mensch ist anders. Aber jeder Mensch ist gleich viel wert. Wir ergänzen und bereichern uns in unserer Unterschiedlichkeit.

Anderen vorurteilsfrei und auf Augenhöhe zu begegnen ist ein wesentlicher Aspekt von Akzeptanz. Wir machen klar: wir wollen keine Vorurteile, denn sie sind auch Urteile. Wir wollen Menschen nicht bewerten, wir wollen Menschen so akzeptieren, wie sie sind.
Toleranz ist lediglich eine Duldung, ein Ertragen oder das Gewährenlassen von Abweichungen und des Andersseins.
Wer von der heterosexuellen Norm abweicht, ist auch heute noch von Abwertung, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Deshalb ist Akzeptanz nicht verhandelbar, denn Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das Grundgesetz und die Menschenrechtscharta sind da sehr klar und dahinter dürfen wir nicht zurückweichen. Alle Menschen sind gleich an Würde. Auf dieser Basis sind wir zum Dialog bereit.
Die regionalen Aktionen, Feste, Parties und Demos findest Du im Kalender.
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10 Jahre Schwule Mädchen* Party – Mittelhessens queere Partyreihe

15.04.2017 | 
Holger Kleinert |
Jennifer Gegenläufer

Die Schwule-Mädchen*-Party (SM*P) feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Die große Feier steigt am Samstag den 22. April 2017.

Die Schwule-Mädchen*-Party (SM*P), 2007 gestartet, ist die alternative queere Partyreihe in Gießen. Die SM*P ist bekannt für Tanzen, Austausch, Glitzer, Prosecco, ihr buntes und vielfältiges Publikum und Musik abseits ausgetretener Mainstreampfade. Als regelmäßig stattfindende Soli-Partyreihe wird sie von Menschen vielfältiger Sexualität_en und Geschlechteridentität_en und deren Unterstützer*innen unentgeltlich organisiert.Und diesmal hat man sich besonders ins Zeug gelegt: Mit Workshops und KÜFA*, Mit Konzerten und Special Guests! (English Version below)

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1st TakeoverFriday Mittelhessen (ToF MH)

30.03.2017 | 
Holger Kleinert |

Endlich auch in Gießen / Mittelhessen! – Der #1 TakeoverFriday Mittelhessen (ToF MH), ein integrativer Stammtisch für Lesben, Gay, Bisexuell, Transgender, Intersexuell und weitere Queers (LGBT*IQ) und deren Freund*innen, findet am 7. April ab 20:00 in dem urigen, rustikalen Ihring’s Wirtsstuben statt.
Adresse: Ludwigstraße 10, Nähe Berliner Platz, Gießen (http://www.ihrings.de/)

Vor über 10 Jahren hat Jeff erstmalig den TakeoverFriday aus seiner Heimat, dem US-amerikanischen Südstaat North Carolina, nach Mainz importiert und seither Schritt für Schritt eine tolle Atmosphäre etabliert, die bis heute viele Besucher aus der weiteren Umgebungen anzieht.

Während in Mainz somit die LGBT*IQ-Szene um ein weiteres Highlight bereichert wurde, ist sie gleichzeitig in Mittelhessen, vor allem auch in Gießen, leider irgendwie stagniert, weil die letzten lesbisch-schwulen Kneipen inzwischen geschlossen sind . Sehr Schade!
Aber wir haben nicht aufgegeben und fragen uns, ob frau* und man* vielleicht etwas daran ändern kann. Bestimmt schon! Wir, das sind Hanne und Shawn, wollen durch die erfolgreiche Erfahrung aus Mainz unsere eigene regionale Edition des Wanderstammtisches „TakeoverFriday“ in Mittelhessen einführen und mit Eurer Unterstützung zum Leben und Blühen bringen.

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