„Fortwährende Eingriffe“ – eine Lesung mit Martin Dannecker

02.07.2019 |
Björn Beck

Wir laden Euch herzlich am Donnerstag, den 4. Juli 2019 ab 20 Uhr ins SwitchBoard (Alte Gasse 36, Frankfurt) ein, um an der Lesung des neuen Buches „Fortwährende Eingriffe“ der schwulen Emanzipationsikone Prof. Dr. Martin Dannecker teilzunehmen.

Die Schwulenbewegung der 1970er Jahre kämpfte für die Befreiung der Sexualität. Mit dem Auftreten von HIV und Aids geriet sie in die Defensive. Der „Lebensstil der Homosexuellen“ wurde für die Verbreitung der tödlichen „Schwulenseuche“ verantwortlich gemacht.

Dagegen hat Martin Dannecker von Beginn an Stellung bezogen, immer wieder die dramatischen Einschnitte in die sexuelle Freiheit analysiert und dabei an seinem sexualitätsbejahenden und emanzipatorischen Standpunkt festgehalten. In der Rückschau legen die im aktuellen Buch „Fortwährende Eingriffe“ gesammelten Aufsätze, Reden und Vorträge, das im Männerschwarm Verlag erschienen ist, seine oft provokativen Eingriffe in die Debatten den Anteil offen, den HIV und Aids noch heute in den gegenwärtigen Verhältnissen haben. Sie zeigen den engagierten Wissenschaftler und Aktivisten, der sich dem Normalisierungsdruck widersetzt und die Freiräume der Einzelnen verteidigt hat.

Martin Dannecker gehört zu den Pionieren der Schwulenbewegung. Seine Studie „Der gewöhnliche Homosexuelle“ aus dem Jahr 1974 veränderte die öffentliche Wahrnehmung schwuler Männer. Von 1991 bis 2005 lehrte er als außerordentlicher Professor am Institut für Sexualwissenschaft der Johannes Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Mit seinem Werk hat Dannecker die intellektuelle Debatte um schwule Sexualität maßgeblich mitgestaltet und nachhaltig geprägt.

Da nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht, bitten wir rechtzeitig einzutreffen.

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