MimiCry – Die Selbstfindungsreise eines schwulen Mädchens

11.01.2018 | 
Björn Beck |

Mimicry erzählt die sexuelle Selbstfindungsreise der Protagonistin Mimi, die sich als schwules Mädchen identifiziert.

Die Japanologie-Studentin Mimi sucht nach Liebe, Leben und vor allem sich selbst. Mimi ist neu in der Stadt, Ende zwanzig, führt ein typisches Studentendasein und scheint ihren Platz noch nicht so recht gefunden zu haben. Wir begleiten dieses verwirrte und von Selbstzweifeln zerfressene Mädchen auf ihrer Selbstfindungsreise in eine von Sex und Techno geprägte Welt bis ins queere Milieu.

Mimi versucht eine passende Schublade für sich zu finden, besucht Schwulenbars und Raves und probiert sich in verschiedenen Rollen aus. Die Reise bringt sie zu der Erkenntnis, dass das Wesen eines Menschen nicht von seinem biologischen Geschlecht abhängig ist.

MimiCry ist ein sexueller und spiritueller Road-Movie ohne Autos, der das noch unbekannte Phänomen der Girlfags im queeren Spektrum beleuchtet, dabei aber alle Schubladen auflösen will.

Girlfags oder schwule Frauen sind Menschen, die sich meistens als schwuler Mann im Körper einer Frau identifizieren, ohne dabei geschlechtsangleichende Maßnahmen anzustreben. Sie fühlen, dass ihr biologisches Geschlecht nichts mit der eigenen Geschlechterzuordnung zu tun hat. Die Idee einer genderqueeren Gesellschaft, die sozial konstruierte Rollen ablehnt und mehr Individualität für jeden Menschen darbietet, spielt dabei eine starke Rolle.

In einem Interview mit dem Online-Magazin-Queer.de sagte Jennifer: „Mit elf Jahren hatte ich mein inneres Outing und schrieb in mein Tagebuch: „Ich stehe auf schwule Männer und ich fühle mich auch selbst schwul“. Verklebte diese Seite danach wieder, weil es mir peinlich war.“

Wir wollen uns den Film von Jennifer von Schuckmann anschauen und im Anschluss mit der Hauptdarstellerin und Nachwuchsschauspielerin Freya Kreutzkam und der Journalistin und Leiterin des Girlfag/GuyDyke-Stammtisches Berlin, Paula alias „Tochter Kampfstrumpf“ diskutieren.

Mittwoch, 31. Januar 2018, 18 Uhr
Mal Seh’n Kino, Adlerflychtstr. 6, Frankfurt

Der Eintritt ist frei                                                        Moderation: Testa Steron

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