Beiträge zum Thema CSD

Demoaufruf CSD Mittelhessen 2016 in Wetzlar

10.08.2016 | 
Holger Kleinert |

Der offizielle Demoaufruf zum Christopher-Street-Day 2016 in Wetzlar.

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Auch heute, im Jahr 2016, ist es wichtig, durch eine Demonstration auf die Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen, und durch eine Demonstration unseren Forderungen Bedeutung zu schenken.

In den letzten Jahren hat sich viel getan, die Ehe für Alle ist in vielen Ländern zur Realität geworden und die Adoptionsrechte für lesbische und schwule Paare haben sich auch in unseren Nachbarländern verbessert. Trotzdem stehen Deutschland, als auch viele weitere Länder, bei unseren Rechten in einem Stillstand und entwickeln sich nicht weiter.

Deswegen fordern wir…

.. die selben Rechte für jeden. Die Diskriminierung von LGBT*IQA Personen ist in Deutschland noch immer trauriger Alltag. Es gibt zahlreiche Beispiele, wie sich diese zeigt:

Der Artikel 3 des Grundgesetzes sagt aus, dass niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, seines Glaubens und seiner religiöser und politischer Anschauung benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Des weiteren dürfen Menschen mit Behinderung nicht wegen ihrer Behinderung diskriminiert werden. LQBT*IQA Personen werden nicht explizit vor Diskriminierung geschützt.
In vielen Ländern werden homosexuelle Lebensweisen strafrechtlich verfolgt. Diese Strafen fallen in unterschiedlichsten Formen aus und reichen von der Einschränkung der Meinungsfreiheit, über Geldstrafen oder langjährigen bis lebenslangen Gefängnisstrafen, bis hin zur Todesstrafe.
Transsexualität und Intersexualität werden bei der Weltgesundheitsorganisation WHO noch immer als Krankheiten angesehen.

Wir fordern, dass LGBT*IQA Personen die selben (Menschen-)Rechte zu stehen, wie allen anderen Personen auch!

.. die Ehe und des Adoptionsrechts für Alle. Wir wollen eine vollständige Gleichstellung mit heterosexuellen Paaren, es dürfen aufgrund der sexuellen Identität kein minderen Rechte gelten. Wir fordern die Öffnung der Ehe, den Zugang zur Reproduktionsmedizin, als auch den vollständigen Zugang zur gemeinsamen Adoption.

… Aufklärung in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Das Wort „schwul“ wird schon vom Kindesalter an als Schimpfwort benutzt und damit mit etwas negativen assoziiert. Wir müssen anfangen, Kinder schon im Schulalter aufzuklären. Das bedeutet, LQBT*IQA Lebensweisen in Schulbüchern darzustellen, in Unterrichtseinheiten darüber zu sprechen, und diese altersgerecht in den Lehrplan aufzunehmen.

… Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensweisen in allen Lebenslagen. Nach wir vor werden in den Medien überwiegend junge, weiße, gender-konforme Männer gezeigt, wenn es um die Repräsentation von Homosexualität geht. Nur in selten Fällen werden lesbische oder bisexuelle Frauen, bisexuelle Männer oder LQBT*IQA Personen of Color verstärkt im Fernsehen gezeigt. Gemeinsam müssen wir darauf aufmerksam machen, dass unsere Community aus vielen verschiedenen Formen und Farben besteht und alle das selbe Recht auf Darstellung verdienen.

… das Personen, die in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer sexuellen Identität verfolgt werden, ein Asylrecht zusteht, auch wenn diese Länder fälschlicherweise als „sichere Herkunftsländer“ eingestuft wurden. LQBT*IQA Refugees sollten in Deutschland über sicheren Wohnraum verfügen, der sie vor weiterer Diskriminierung schützt. Außerdem sollten allen Flüchtlingen der Zugang zu medizinischer und psychologischer Hilfe zustehen.

Unterstützt uns und setzt ein Zeichen für Toleranz, Gleichberechtigung und Vielfalt bei der Demonstration zum diesjährigen CSD Mittelhessen um 12:00 Uhr am Schillerplatz in Wetzlar.

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Satire, oder nicht – dies war nicht die Frage!

11.07.2016 | 
Björn Beck |

Wir haben das (geplante) Motto „LIEB GEIL!“ des CSD Frankfurt 2016 kritisiert. Zusammen mit vielen anderen Gruppen, Initiativen und Vereinen der Community in Frankfurt, Hessen und auch bundesweit.

Dabei ging es uns keinesfalls um Satire oder die Frage was Satire darf und soll und wo womöglich „der gute Geschmack“ endet. Es ging uns um Geschichtsbewusstsein und darum, dass sich Menschen von diesem Motto irritiert, verletzt und ausgegrenzt fühlten.

Wir haben Ziele und Motivation des CSD-Vereins verstanden und sie zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt. Das Ziel ein Zeichen gegen immer stärker werdende rechte Gesinnungen zu setzen, sich zu emanzipieren, aufzulehnen und diese menschenverachtenden Ideologen zu verhöhnen, ist und bleibt unsere gemeinsame Aufgabe und dazu standen und stehen wir. Ebensowenig haben wir die Künstler der Frankfurter Klasse in irgendeiner Weise gewertet, oder angegriffen.

Wir haben kritisiert, dass eine Symbolik benutzt wurde, die in ihrem Ursprung (und leider bis heute andauernd) für Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen Minderheiten steht. Wir sind der Auffassung, dass diese Symbolik nicht dazu dient, sie sich anzueignen und sie so inhaltlich umzuwidmen.

Die Entscheidung des CSD-Vereins sich ein neues Motto zu geben, dass die inhaltliche Ausrichtung verdeutlicht, ohne dabei Menschen zu irritieren, begrüßen wir ausdrücklich. Wir sind froh, über den konstruktiven Austausch mit den Menschen im CSD-Verein und werden in Zukunft enger zusammenarbeiten.

HESSEN IST GEIL! hat dem CSD-Verein angeboten für 2017 in einem „Community-Kongress“ mit den Vereinen und Gruppen der Community partizipativ ein starkes CSD-Motto zu erarbeiten und inhaltlich einig und kämpferisch für unsere Ziele einzutreten.

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MIA – Men In Action

04.04.2016 | 
Dennis Lüdtke |

Die Präventionsgruppe der AIDS-Hilfe-Wiesbaden

Seit Anfang 2009 gibt es bei der AIDS-Hilfe-Wiesbaden eine Präventionsgruppe. Wir nennen uns „MIA – Men in Action“ und machen in und um die Wiesbadener Szene Präventionsarbeit. Unsere Gruppe besteht im Moment aus 13 schwulen Männern und 2 Frauen unterschiedlichen Alters. Wir treffen uns regelmäßig am ersten Freitag im Monat zu Teamsitzungen. Dabei geht es um die Koordination und Planung der verschiedenen Projekte, wie z.B. den CSD in Wiesbaden und anderswo oder andere Events, bei denen wir MIA´s Flagge zeigen und Präventions- und Aufklärungsarbeit leisten.
Nicht zuletzt beim sich anschließenden Kneipenbummel kommt der Spaß aber auch nicht zu kurz.

In unserer Arbeit steht neben der Präventionsarbeit der Austausch über schwule Themen oder aktuelle Entwicklungen zu den Themen HIV/AIDS sowie Geschlechtskrankheiten im Vordergrund.

Präsent in und um Wiesbaden sind wir u.a. bei
o Kneipentouren
o Partybesuchen wie z. B. Lets go Queer – Party im Schlachthof
o Diversen CSD´s in der Region.

Aber auch virtuell findet man uns. Als Teil des health-support Teams bei Gayromeo beraten wir unter dem Profilnamen „AIDS-Hilfe-Wiesbaden“ und helfen bei Fragen zu HIV und AIDS, Geschlechtskrankheiten, schwuler Sex, safer Sex und mehr.

In der Cruising-Saison leisten wir vor Ort Prävention in Cruising-Gebieten rund um Wiesbaden. Dabei verteilen wir selbstverständlich auch unsere begehrten Kondome.

Für diese vielfältigen Arbeitsbereiche sind wir ehrenamtlichen Teammitglieder besonders geschult in den Bereichen HIV/AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten. Außerdem sind wir ausgebildet in Gesprächsführung für unsere Beratertätigkeit.
Da unsere Arbeit immer intensiver und differenzierter wird, sind wir natürlich offen für neue Mitglieder, die gerne Präventionsarbeit machen und Menschen über das Thema HIV/Aids informieren möchten. Wir verstehen uns nicht als reine Schwulengruppe, daher sind neben homosexuellen Männern und Frauen auch Heterosexuelle willkommen. Ihr solltet über 18 sein und Spaß bei der Arbeit für und mit Menschen haben.
Solltet Ihr Interesse haben unsere Gruppe zu verstärken, dann meldet euch gerne bei mir, Peter Schneider, AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V.
Wir freuen uns auf Euch!

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CSD Darmstadt – Du geiles! Ding

18.08.2015 | 
Max Friedrich |

– von Leon Reinel

Oh what a day! Was für ein Tag! Der CSD Darmstadt 2015 war ein voller Erfolg: Politisch, bunt, stolz – einfach geil! Unter dem Motto „Wir können auch anders!“ hat am Samstag um zwölf Uhr der südhessische CSD mit der Demo-Parade bei sehr gutem Wetter begonnen. Die Stimmung war von Anfang an super; auf dem Weg durch die Innenstadt hat der schillernde Demonstrationszug mit gut 500 Teilnehmer_innen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Den Anfang machte eine menschliche Regenbogenflagge: Etliche Köpfe wurden verdreht als vier viel Haut zeigende Engel die Straße entlang stöckelten. Auf dem zentralen Luisenplatz fand die Zwischenkundgebung statt, bei der unter anderem die fabulöse Rosa Opossum eine kämpferische Rede für mehr Akzeptanz und gegen Homo- und Transphobie hielt.

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Wir können auch anders! CSD Darmstadt am 15.08.15 – Eine kurze Preview

12.08.2015 | 
Max Friedrich |

Mit einem Schlachtruf kündigt sich das heißeste Event der südhessischen LGBT*IQ-Szene an: Wir können auch anders! – Das Motto des CSDs in Darmstadt zeigt, dass niemand hier auf sich sitzen lassen möchte, was die Erika Steinbachs, Birgit Kelles und Annegret Kramp-Karrenbauers dieses Landes für Hassbotschaften verbreiten. Und doch impliziert das Motto auch eine Alternative: „Wir können auch anders!“ meint auch, dass die Diskriminierung bunter Lebensweisen eine Entscheidung ist, zu der es sinnvollere Alternativen gibt. Wer versucht, Vielfalt zu unterdrücken, scheitert. Das hat die Vergangenheit mehrfach gezeigt. Wir können auch anders! Du auch!

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