Vorträge in Frankfurt und Marburg zur gesundheitlichen Benachteiligung schwuler Männer
Es erscheint paradox – die Gesellschaft hat sich schwulen Männern gegenüber dramatisch geöffnet. In den westlichen Demokratien fiel zunächst die Strafbarkeit schwuler Sexualität, dann setzte eine rechtliche Gleichstellung schwuler Partnerschaften mit der homosexuellen Ehe ein. Schwule gehören zu den „Bürgerrechts-Gewinnern“ der letzten Jahrzehnte, wie es der Gesundheitswissenschaftler Professor Rolf Rosenbrock ausdrückt. Epidemie der Einsamkeit? weiterlesen →
(von Tarek Shukrallah)
Wenn wir über AIDS in den 90er Jahren sprechen, kommen wir nicht umhin uns mit Trauer und Kulturen des Trauerns innerhalb unserer Communities auseinanderzusetzen. Die AIDS-Krise hat aus der Vereinzelung der Erfahrung von Tod und Sterben in der eigenen sozialen Umwelt eine kollektive Erfahrung der Schwulen gemacht, die bis zum heutigen Tage das Bild unserer Szenen wesentlich prägt. Sie hat die Communities damit konfrontiert, dass die soziale Akzeptanz ihrer Lebenswirklichkeiten durch die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft auf einem brüchigen Fundament steht. Einem, das jederzeit zu erodieren droht.
Ein junger Mann meldete sich vor Kurzem bei uns und berichtete von seiner HIV-Infektion. Er sagte, er wolle sich engagieren, Menschen über HIV aufklären, sie für das Thema sensibilisieren und ihnen die Angst vor Menschen mit HIV nehmen. Er schrieb uns diesen sehr persönlichen Text, den wir nicht weiter kommentieren wollen. Er spricht für sich. Henrik weiterlesen →
Am Donnerstag, den 10.08.17 sprach der Pornostar Hans Berlin zu dem Thema „Sex unter Nachweisgrenze“ im Café KOZ im Studierendenhaus der Goethe-Universität. Sympathisch, witzig und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, brachte er den 50 Anwesenden seine Lebensgeschichte als HIV-Positiver und dem speziellen Umgang mit diesem Status in der schwulen Pornobranche näher. Sex unter Nachweisgrenze – mit Pornostar Hans Berlin weiterlesen →